SOFTWARE ZUR ERSTELLUNG VON UMWELTPRODUKTDEKLARATIONEN

easyEPD

Software easyEPD jetzt verfügbar

Kick-off Workshop am 14.04.2026

Wie entsteht eine Umweltproduktdeklaration (EPDs) und wie kann easyEPD Unternehmen dabei unterstützen? In unserem Kick-off Workshop geben wir einen praxisnahen Einstieg in die Grundlagen von EPDs und zeigen, wie das Software Tool easyEPD Unternehmen der Holzindustrie dabei hilft, den Weg zur EPD strukturiert anzugehen – auch ohne vertiefte LCA-Kenntnisse.

Zu Beginn ordnen wir das Thema fachlich ein und vermitteln die wichtigsten methodischen Grundlagen. Anschließend zeigen wir, welche Anforderungen an die Datenerhebung gestellt werden und wie easyEPD dabei unterstützt, relevante Informationen systematisch zu erfassen und aufzubereiten. Im zweiten Teil geben wir in einer Live-Demonstration Einblick in das Tool. Zum Abschluss bleibt Zeit für Fragen und Austausch.

Für welche Produkte kann easyEPD eingesetzt werden?

easyEPD ist aktuell für die Deklaration ausgewählter Holzprodukte ausgelegt. Dazu zählen

  • Schnittholz
  • Hobelware
  • geklebte Vollholzprodukte
  • Massivholzplatten
  • Furniersperrholz
  • Parkett

Das erwartet Sie im Webinar

  • Einführung in easyEPD und den fachlichen Kontext
  • Grundlagen und Aufbau von Umweltproduktdeklarationen
  • Anforderungen an die Datenerhebung
  • Konzept und Anwendung von easyEPD
  • Live-Demonstration des Tools
  • Q&A

Das Webinar wird von GreenDelta, dem Entwickler der Software durchgeführt.

Nutzen Sie das Auftakt-Webinar, um sich einen fundierten Überblick über Umweltproduktdeklarationen und die Anwendungsmöglichkeiten von easyEPD zu verschaffen.

Mehr Informationen zu easyEPD

Was sind EPDs?

Umweltproduktdeklarationen (Environmental Product Declarations, EPDs) beschreiben die Umweltwirkungen von Bauprodukten auf Grundlage standardisierter Ökobilanzen. Sie liefern objektive, quantitative und verifizierte Informationen über den Lebenszyklus eines Produkts und schaffen damit eine belastbare Grundlage für Nachhaltigkeitsbewertungen im Bauwesen.

EPDs betrachten je nach Anwendungsfall verschiedene Lebenszyklusphasen eines Produkts – von der Rohstoffgewinnung über Herstellung und Transport bis hin zu Nutzung, Rückbau und Verwertung. Für Bauprodukte bilden sie eine wichtige Grundlage, um Umweltwirkungen transparent und vergleichbar darzustellen.

Nutzen von Umweltproduktdeklarationen

EPDs gewinnen im Bauwesen zunehmend an Bedeutung. Sie liefern belastbare Umweltinformationen für Planer, Bauherren, Auftraggeber und Zertifizierungssysteme und schaffen damit eine wichtige Grundlage für die ökologische Bewertung von Bauprodukten. Gebäudezertifizierungssysteme wie DGNB, BNB, LEED oder BREEAM arbeiten mit solchen Informationen, um Nachhaltigkeitsanforderungen im Bau nachvollziehbar zu bewerten. Für Unternehmen sind EPDs deshalb ein wachsender Wettbewerbsfaktor. Sie werden bei Ausschreibungen und in projektbezogenen Anforderungen zunehmend nachgefragt.

Zusätzlich gewinnt das Thema regulatorisch an Gewicht: Mit der neuen EU-Bauproduktenverordnung wird die Bereitstellung von Produkt- und Nachhaltigkeitsinformationen im europäischen Markt weiter gestärkt. Die Ausweisung von Umweltleistungen von Bauprodukten wird damit schrittweise relevanter und perspektivisch für mehr Produktgruppen zum Standard.

Für Hersteller schaffen EPDs Transparenz über die Umweltwirkungen von Produkten, stärken die Glaubwürdigkeit gegenüber Kunden und Marktpartnern und können helfen, Rohstoff-, Energie- und Kosteneinsparpotenziale im Unternehmen sichtbar zu machen.

Warum wurde easyEPD entwickelt?

Die Erstellung von EPDs ist bislang häufig mit hohem Zeit-, Kosten- und Abstimmungsaufwand verbunden. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen stellt dies oft eine wesentliche Hürde dar. Das Forschungsprojekt easyEPD setzte genau an diesem Punkt an: Ziel war es, durch die Entwicklung einer Softwarelösung Hemmnisse bei der EPD-Erstellung abzubauen und den Zugang zu dem Thema deutlich zu erleichtern.

easyEPD wurde als Branchenlösung für die Holzbe- und -verarbeitung konzipiert. Die Software soll Unternehmen dabei unterstützen, relevante Daten systematisch zu erfassen, Anforderungen besser zu verstehen und den Weg zur EPD strukturiert vorzubereiten.

Ziele der Software easyEPD

  • Komplexität reduzieren: Die Erstellung von EPDs soll verständlicher, strukturierter und praxistauglicher werden.
  • Aufwand senken: Unternehmen sollen den Prozess mit geringerem Zeit- und Kostenaufwand angehen können.
  • Mehr Transparenz schaffen: Relevante Daten und Umweltwirkungen sollen nachvollziehbarer aufbereitet werden.
  • Optimierung unterstützen: Die Datengrundlage kann helfen, Verbesserungs- und Einsparpotenziale im Unternehmen sichtbarer zu machen.
  • Die Verbreitung von EPDs erhöhen: Mehr Unternehmen der Holzindustrie sollen in die Lage versetzt werden, Umweltinformationen für ihre Produkte belastbar darzustellen.

Projektpartner und Förderung

easyEPD entstand im Rahmen eines Forschungsprojekts, das von GreenDelta koordiniert wurde. Projektpartner war die Technische Universität München. Der  Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V. (DeSH) sowie das Institut Bauen und Umwelt e. V. (IBU) waren assoziierte Partner. Gefördert wurde das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Warum ist easyEPD speziell für die Holzindustrie interessant?

Die Software wurde mit Blick auf die Anforderungen der Holzbe- und -verarbeitung entwickelt. Damit steht keine allgemeine Standardsoftware im Vordergrund, sondern eine Branchenlösung, die typische Fragestellungen, Datenanforderungen und Produktgruppen der Holzindustrie gezielt aufgreift. Ziel ist es, Unternehmen der Branche einen praxisnahen Zugang zum Thema EPD zu ermöglichen. So sollen Umweltinformationen zu Produkten strukturierter, nachvollziehbarer und wirtschaftlich tragfähiger aufbereitet werden können.