7. August 2026

Vorstellung Zsófia Varga

Unsere Expertin hinter easyEPD

Als Nachhaltigkeitsberaterin am Zukunft Holz Institut (ZHI) begleitet Zsófia Varga die fachliche Weiterentwicklung von easyEPD und unterstützt Unternehmen bei der Erstellung von Umweltproduktdeklarationen (EPDs). Zuvor war sie über 6 Jahre am Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion der Technischen Universität München tätig. Dort lagen ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre zu den Themen Ökobilanzierung und  Kreislauffähigkeit im Holzbau. 

Bei easyEPD übernimmt sie eine zentrale fachliche und koordinierende Rolle beim weiteren Ausbau des Tools. easyEPD verfolgt das Ziel, wissenschaftliche Anforderungen in praxistaugliche Lösungen für die Holzbauwirtschaft zu überführen und Unternehmen eine einfache und normgerechte Erstellung von Umweltproduktdeklarationen (EPDs) zu ermöglichen. 

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf kleinen und mittelständischen Unternehmen. Mit easyEPD können sie EPDs erstellen, ohne eigenes Fachwissen im Bereich der Ökobilanzierung aufzubauen oder zusätzliche LCA-Expertinnen und -Experten einbinden zu müssen.  

 

Vier Fragen an Zsófia Varga

Was bringen Sie aus Ihrer Forschung in easyEPD ein? 

Während meiner Tätigkeit an der Technischen Universität München lag mein Schwerpunkt auf den Themen Ökobilanzierung und Kreislauffähigkeit im Holzbau. Besonders freue ich mich darauf, die Erkenntnisse aus meiner Forschung in die Praxis einzubringen. Als Nachhaltigkeitsberaterin kann ich wissenschaftliche Methoden in ein anwenderfreundliches Werkzeug überführen und Unternehmen dabei unterstützen, Umweltinformationen effizient und normgerecht bereitzustellen. 

Warum beschäftigen Sie sich mit Kreislauffähigkeit und Ökobilanzierung? 

Die Kreislauffähigkeit von Gebäuden ist ein wesentlicher Baustein für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Bauwirtschaft. Wenn wir heute kreislaufgerecht planen und bauen, schaffen wir die Grundlage dafür, dass Bauprodukte auch in Zukunft hochwertig wieder in den Stoffkreislauf geführt werden können. So entstehen langfristig urbane Minen, die wertvolle Ressourcen erhalten und den Bedarf an Primärrohstoffen reduzieren. 

Um die Umweltwirkungen eines konkreten Holzbauprodukts nachvollziehbar darzustellen, sind belastbare und standardisierte Daten erforderlich. Umweltproduktdeklarationen (EPDs) stellen diese Informationen auf einer normgerechten Grundlage bereit und machen die Umweltleistung von Bauprodukten transparent und vergleichbar. 

Welche Rolle übernehmen Sie für easyEPD? 

Als Nachhaltigkeitsberaterin begleite ich die fachliche Weiterentwicklung von easyEPD und unterstütze Unternehmen bei der Erstellung ihrer Umweltproduktdeklarationen (EPDs). Dabei übernehme ich eine zentrale fachliche und koordinierende Rolle und sehe mich vor allem als Bindeglied zwischen Forschung und Praxis. Komplexe wissenschaftliche Anforderungen werden so aufbereitet, dass sie für Unternehmen verständlich, effizient und einfach anwendbar werden. 

Welche Ziele verfolgt easyEPD? 

easyEPD verfolgt das Ziel, die Erstellung von Umweltproduktdeklarationen (EPDs) für die Holzbauwirtschaft zu vereinfachen und insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen den Zugang zu einer normgerechten Ökobilanzierung zu erleichtern. Durch eine anwenderfreundliche und fachlich fundierte Lösung sollen Unternehmen EPDs effizient erstellen können, ohne eigene Expertise im Bereich der Ökobilanzierung aufbauen zu müssen. Ich freue mich, diesen Ansatz fachlich zu begleiten und dazu beizutragen, wissenschaftliche Methoden praxisnah und verständlich umzusetzen. 

Zum Schluss – was treibt Sie persönlich an? 

Ich bin überzeugt, dass Forschung ihren größten Mehrwert entfaltet, wenn sie in der Praxis ankommt. Mich motiviert es, wissenschaftliche Erkenntnisse so aufzubereiten, dass sie Unternehmen im Arbeitsalltag wirklich weiterhelfen. Genau darin sehe ich meine Aufgabe – als Brücke zwischen Forschung und Praxis und als Ansprechpartnerin für Unternehmen auf ihrem Weg zu einer transparenten und zukunftsfähigen Nachhaltigkeitsbewertung.